Kantersieg mit Verspätung
Dem 9:1 Kantersieg vom Freitag in Berlin haben die Blue Lions am heutigen Sonntagabend einen weiteren folgen lassen. Auch die zweite Partie des Regionalliga-Pokals, ebenfalls gegen FASS Berlin, entschied das Löwenrudel deutlich mit 9:2 zu seinen Gunsten. Dabei war bis kurz vor Beginn der eigentlichen Spielzeit um 18 Uhr der Anbully ungewiss, da keine Schiedsrichter anwesend waren.
So begann die Partie vor 852 Zuschauern zwar mit 75 Minuten Verspätung, dennoch eröffneten die Messestädter das Spiel mit einem leider negativen Paukenschlag. Verteidiger Andreas Felsch konnte nach nur acht gespielten Sekunden mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe schon wieder duschen gehen. Das hielt das verbleibende Rudel aber nicht davon ab vorne mit dem Toreschießen zu beginnen. In der sechsten Minute eröffnete Daniel Bartell im dritten Anlauf den Torreigen. Das 2:0 gelang Semen Glusanok mit einem Handgelenkschuss von halb links in Überzahl. Der Jubel war fast noch in vollem Gange, da gab es schon den nächsten Grund, ihn zu verstärken. Dennis Szygula fälschte einen Schlagschuss von der Bande in Höhe der blauen Linie unhaltbar ins Berliner Tor ab und erhöhte auf 3:0. Patrick Schmid bewies bei der Vorbereitung des 4:0 von Florian Eichelkraut gute Übersicht. Zentral vor dem Tor stehend fand er den Stürmer mit der Rückennumer 93, der die Scheibe am geschlagenen Berliner Goalie vorbei über die Torlinie beförderte. Der erste Treffer für die Gäste fiel fast im direkten Gegenzug nach dem Bully. Pietsch war es gelungen, mit dem ersten ernsthaften Schuss der Hauptstädter, Jan Münster zu überwinden.
Das zweite Drittel wurde, ebenso wie das erste, durch ein Tor von Daniel Bartell eröffnet. In der 22. Spielminute konnte er die Vorarbeit von Jiri Mikesz und Lars Müller verwerten. Eiskalt das nächste Tor des Abends durch Lars Müller, der nach Beteiligung an vier der bis dahin fünf Tore für die Blue Lions nun selbst erfolgreich war. Von der rechten Seite des Angriffsdrittels hämmerte er einen Schlagschuss hoch rechts in die Maschen. Das zweite Tor der Gäste kurz vor der zweiten Pause rutschte Jan Münster unglücklich durch die Schoner. Spielstand am Ende des zweiten Drittels 6:2.
Im letzten Drittel erzielte Florian Eichelkraut mit seinem Treffer zum 7:2 sein zweites Tor an diesem Abend, bevor Patrick Czajka in Überzahl den Spielstand um ein weiteres Tor erhöhte. Im Gewühl vor dem Berliner Tor hatte er den Überblick behalten und den Puck im Tor untergebracht. Den Abschluss des torreichen Abends bildete das 9:2 von Sebastian Lehmann, der in der 46. Minute aus zentraler Position die Scheibe hoch im Berliner Tor versenkte.
Felix Kurtze

