Derby bleibt nach 4:2 in Löwenpranken
Das Löwenrudel konnte am Freitagabend seine Vormachtstellung in der Regionalliga Ost eindrucksvoll untermauern. Der 4:2 Sieg gegen den Lokalrivalen und ärgsten Verfolger Saale Bulls Halle vergrößerte zudem den Vorsprung in der Tabelle um weitere drei Punkte. Ungewöhnlich für ein Derby zwischen diesen Mannschaften, vor allem in Anbetracht der letzten Aufeinandertreffen, war der "rein sportliche" Verlauf der Partie. Die fast schon erwarteten Auseinandersetzungen abseits des Eishockey blieben an diesem Abend komplett aus.
Der Beginn des Spiels war auch nicht unbedingt etwas für Eishockey-Feinschmecker, allerdings änderte sich das in der 15. Minute. Patrick Schmid konnte einen Konter in Unterzahl erfolgreich abschließen und brachte die Blue Lions damit in Führung. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen für beide Teams.
Die wussten zunächst die Hausherren für sich zu nutzen und glichen kurz nach Beginn des Mittelabschnitts aus. Zur Halbzeit stand dann der Hauptschiedsrichter kurz im Mittelpunkt des Geschehens. Trotz eines offensichtlich verschobenen Tores liess er das Spiel laufen, der Treffer für das Löwenrudel zählte jedoch nicht. Ein etwas früherer Pfiff hätte ihm Unmut und Unverständnis von Seiten Leipzigs erspart.... Das Löwenrudel wandelte die Enttäuschung in Offensivdruck. Wieder war es Patrick Schmid, der die Scheibe zur erneuten Führung ins Hallenser Tor arbeitete. Für den dritten Jubel im gut besuchten Gästefanblock sorgte schließlich Sebastian Lehmann. Sein Konter führte zwar nicht zum direkten Torerfolg, doch der Puck schlitterte im unübersichtlichen Gewühl letztlich trotzdem über die Linie und sorgte für die 3:1 Führung der Blue Lions.
Erinnerungen überkamen die mitgereisten Anhänger in der 43. Minute. Schon beim letzten Auftritt in der Hallenser EissportHalle war es gegen Ende der Partie noch einmal eng geworden für das Löwenrudel. Der Anschlusstreffer der Hausherren zum 2:3 in Unterzahl führte zu besagten "gemischten" Gefühlen. Denen beugte Daniel "Freddi" Bartell mit seinem Treffer zum 4:2 vor, der gleichzeitig den Endstand bedeutete, da weitere Chancen der Bullen ungenutzt blieben oder vom gut aufgelegten Jan Münster im Löwentor vereitelt wurden.
"Es war zum Glück ein ruhiges Spiel, vor allem wenn ich an die letzten Partien denke," sagte Zdenek Travnicek im Anschluss. "Meine Mannschaft hat diszipliniert gespielt und die Chancen genutzt. Einzig mit dem Überzahlspiel kann ich nicht zufrieden sein."
Hier sind ein paar BILDER vom Spiel.
Die für Samstg geplante Partie der Blue Lions in Jonsdorf wurde aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen, die eine Anreise unmöglich machten, abgesagt. Das Spiel wird neu terminiert und entsprechend bekannt gegeben.
Damit treten die Blue Lions am Sonntag zum nächsten Spiel an. Vor heimischer Kulisse empfangen sie die Black Dragons aus Erfurt. Anbully ist 18 Uhr in der Alten Messe Eisarena.
Felix Kurzte

