12 MEISTER-Tore im Wolfsbau
Nach 60 Minuten und 12:2 Toren im Schönheider Wolfsbau war es am Sonntagabend so weit. Mit den aus der Partie gewonnenen drei Punkten konnte das Löwenrudel von Zdenek Travnicek die Meisterschaft in der Regionalliga Ost erlegen. Dass dabei am Vorabend ausgerechnet die Saale Bulls aus Halle mit einer Niederlage in Niesky Schützenhilfe leisten würden, war aber nicht unbedingt zu erwarten.
Nach knapp sechs Minuten im ersten Drittel sah es allerdings danach aus, als müsste das Rudel noch eine Partie warten, bevor es die Meisterschaft sein Eigen nennen könnte. Ein verwandelter Penalty zappelte zum 1:0 für Schönheide im Tor von Adam Ondraschek. Vielleicht war das der Nadelstich, den die Blue Lions benötigten, um ihre Krallen zu wetzen und Torwitterung aufzunehmen. In Überzahl positionierte sich zunächst Florian Eichelkraut am linken Pfosten des Wölfe-Tores. Dort wurde er von Patrick Schmid und Sebastian Lehmann bedient und schon war das Spiel ausgeglichen. Kurze Zeit später konnten die Hausherren eine 5-3 Überzahl nicht nutzen. Diese Schwäche konnten sie auch später im Spiel nicht ausmerzen. Statt dessen erhöhte der in letzter Zeit recht glücklose Daniel Bartell während einer weiteren Überzahl aus spitzem Winkel zum 2:1. Der Pfiff zu ersten Pause war fast schon zu hören, da schlug das Löwenrudel in Person von Dennis Szygula seine Pranken noch einmal in das Wolfsrudel. Florian Eichelkraut und Lars Hoffmann hatten den Treffer des zentral stehenden Stürmers aufgelegt.
Überzahl - Tor - 4:1, so die kurze Zusammenfassung des Tores von Michal Rohacik durch einen Schlagschuss nur zweieinhalb Minuten nach dem Wiederanpfiff. Beim 5:1 war es einmal mehr Dennis Szygula, der vor dem Schönheider Tor entscheidend nachgesetzt hatte und so den Puck von der linken Seite ins Tor brachte. 43 Sekunden später bestrafte „Flori" die schlechte Abwehr des Goalies von Schönheide. Mit seinem erfolgreichen Schuss markierte die Nummer 93 das 1:6 für Leipzig. Eine Minute später war er erneut erfolgreich und wusste die Vorarbeit von Dennis Szygula und Lars Hoffmann zu verwerten. Die Wölfe wechselten nach diesem Treffer ihr Alpha-Männchen im Tor. Den nächsten Treffer konnten sie damit aber nicht verhindern. Lars Müller war an der rechten Bande unaufhaltsam ins Angriffsdrittel gefahren und bediente mit einem Querpass den in der Mitte frei stehenden Daniel Bartell. Die 23 ließ dem Goalie im 1 gegen 1 keine Chance und markierte das 8:1.
In der 44. Minute fiel das 9:1 für Leipzig, der Torschütze wird schnellstmöglich nachgereicht!
Das 10:1 durch Lars Müller war in gewisser Weise eine Wiederholung des 8:1 mit anderen Spielern. Jiri Mikesz spielte den Querpass auf den mitgelaufenen Lars Müller, der für ein zweistelliges Ergebnis sorgte. Florian Eichelkraut verwandelte darauf hin einen Schlagschuss vom rechten Bullykreis zum 11:1. Zeit für Erik Weiss aus der 1b einen Eintrag im Spielbericht zu erarbeiten. Sein 12:1 in Überzahl erzielte er spektakulär im Fallen direkt vor dem Tor der Wölfe. Der anschliessende Jubel des Rudels fiel, ob des ersten Treffers von Weiss, umso überschwenglicher aus. Der letzte Treffer des Abends ging dann aber doch auf das Konto der Hausherren, zumindest offiziell. Der Schuss eines Wölfespielers prallte unglücklich und unhaltbar von der Kufe von Markus Witting ins eigene Gehäuse.
Dem Sieges- und ersten Meisterschaftsjubel tat das 12:2 nach der Schlusssirene aber keinen Abbruch. Das Rudel tanzte am Tor von Adam Onraschek und bedankte sich bei der kleinen Schar der mitgereisten Blue Lions Fans.
Nächstes Highlight ist nun das erste Finalspiel um den Regionalliga-Pokal. Am kommenden Sonntag reisen die Saale Bulls in die Alte Messe Eisarena. Das Derby verspricht, kurz vor Ende der Saison, ein weiteres Highlight.
Felix Kurtze

