Blue Lions mit Husarenstück in Halle
Beim 3:2 Sieg nach Verlängerung der Blue Lions in Halle bewiesen die Gastgeber einmal mehr, dass sie ein ernst zu nehmender Gegner für unser Team sind. Glück und Risikobereitschaft von Löwenbändiger „Travo“ waren am Ende spielentscheidend – zu Gunsten des Löwenrudels. Der Sieg zeugt auch von der Charakterstärke der Blue Lions, die sich trotz der widrigen Umstände im Umfeld und knapp zwei Wochen ohne Spiel durchsetzen konnten.
In der 11. Spielminute wusste Jiri Mikesz die erste Powerplay-Situation für die Löwen zu nutzen und verwertete die Assists von Josef Potac und Lars Müller.
Dem konnten die Saale Bulls zur Halbzeit zunächst den Ausgleich entgegen setzten. Ein Spielzug über die linke Angriffsseite hatte nach Scheibenverlust der Blue Lions Erfolg.
Fünf Minuten nach Beginn des dritten Drittels setzten die leicht überlegenen Hausherren dann sogar den Führungstreffer drauf. Die Scheibe war am linken Schoner von Adam Ondraschek vorbei ins Tor gerutscht, nachdem ihr Halles 81 den entscheidenden Impuls verpasst hatte. Banges Hoffen und einige vielversprechende Chancen des Löwenrudels blieben zunächst ohne Ergebnis. Bis 23 Sekunden vor Schluss sah es wirklich so aus, als ob es den Bullen gelingen sollte, dem ungeschlagenen Tabellenführer die erste Niederlage der Saison zuzufügen. Eine Strafe zu diesem Zeitpunkt brachte sie dann aber doch noch um den Lohn ihrer Arbeit. Coach Travnicek nahm während der Überzahl den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Ein Schachzug der in Person von Verteidiger Christopher „Kiste“ Kasten den Ausgleich brachte.
Beim Penaltyschießen hatte schließlich das Löwenrudel Glück und Können auf seiner Seite. Die beiden ersten Schützen, unter ihnen Patrick Czajka, waren erfolgreich, während neben Florian Eichelkraut auch der zweite Hallenser Spieler vergab. Erneute Hoffnung kam auf Seiten der Leipziger Anhänger auf, als der dritte Bulle seine Chance vergab und Josef Potac das Eis betrat. Nach seinem Siegtreffer brachen die Dämme und seine Teamkameraden feierten ihn und Goalie „Ondra“ frenetisch auf dem Eis vor den mitgereisten Fans.
„Ich wusste nicht so genau, was ich nach acht Tagen ohne Eis von den Jungs erwarten konnte“, zog Zdenek Travnicek anschließend sein Fazit. „Die Jungs sollten einfach spielen und sicher hinten stehen. Hut ab vor ihrer Leistung, in Anbetracht der ganzen Umstände!“
Am Sonntag reisen die Tornados aus Niesky zu uns in die Messestadt, um ab 18 Uhr in der Alten Messe Eisarena mit den Blue Lions die Schläger zu kreuzen.
Hier gibt es ein paar BILDER vom Spiel in Halle.
P.S. Besonderes Lob an dieser Stelle an Gregor Stein! ;-)
Felix Kurtze

