Witting Topscorer beim 11:3 im Kühlschrank
Der 11:3 Sieg der Blue Lions im Pokal-Halbfinale bei den Harzer Wölfen Braunlage stand letzten Endes unter einem besonderen Stern. Hätte man vor der Partie auf den Topscorer des Abends gewettet, ist davon auszugehen, dass sämtliche Wetten verloren worden wären. Es hätte wohl kaum jemand auf Markus Witting als vierfachen Torschützten gesetzt! Tore schiessen schien im eiskalten Braunlager Wurmbergstadion das probateste Mittel für Travos Jungs, sich warm zu halten.
Das taten sie und erwischte ein weiteres Mal einen Auftakt nach Maß und konnte durch einen Doppelschlag innerhalb von 30 Sekunden bereits früh die Weichen auf Sieg stellen. Christopher Kastens Pass aus der neutralen Zone zappelte vollkommen unerwartet Sekunden später in den Maschen hinter dem völlig verdutzten Goalie der Wölfe. Beim 2:0 zeigte die Spieluhr genau 3:00 Minuten. Lars Müller stand kurz vor dem linken Pfosten, als er in den diagonalen Pass von Florian Eichelkraut die Kelle hielt. Beim 2:1 nutzten die Hausherren ihre erst zweite Chance, um Adam Ondraschek zu überwinden. Ähnlich kurios wie der erste Treffer der Partie auch das dritte Tor für das Team aus der Messestadt. Markus WItting hatte einen Schuss auf das Tor abgegeben, der abgefälscht als Bogenlampe im Tor landete.
Die Nummer 5 eröffnete mit ihrem zweiten Tor nach knapp vier Minuten das Mitteldrittel, ehe Patrick Schmid nur eine Minute später den Spielstand bereits auf 5:1 schraubte. Das 6:1 ging dann wieder auf das Konto von „Offensivverteidiger" Markus Witting. Sein Schlagschuss von der blauen Linie erwies sich als unhaltbar für den Braunlager Goalie. In Minute 35 führte ein weiterer Schlagschuss zum erneuten Erfolg für die Blue Lions. Christopher Kasten hatte von der blauen Linie draufgehalten, Lars Müller bekam seinen Schläger dazwischen und fälschte den Puck entscheidend zum 7:1 ab. Deibert bewies schließlich seine Konterstärke und erzielte den zweiten Treffer für Braunlage drei Minuten vor der zweiten Pausensirene.
Aus der kam das Löwenrudel mit ungebrochenem Torhunger, den Lars Hoffmann als erstes stillen konnte indem er die Vorlage von Sebastian Lehmann in ein Tor verwandelte. Was folgte, vierdient eigentlich einen Sonderapplaus. Immerhin sah sich der Hauptschiedsrichter (Schneider) in der 45. Minute zum ersten Mal in diesem Spiel gezwungen, eine Strafe anzuzeigen. Es traf Braunlages Bippus, vielleicht hatte der Unparteiische den Aktiven die Eiseskälte der Strafbank nicht zumuten wollen...? Das 9:2 ging erneut auf das Konto der Leipziger Nummer 22, die sich trotz spitzem Winkel von der linken Seite nicht von einem Torschussversuch abhalten ließ und so zum zweiten Treffer kam. Dass das Ergebnis zweistellig werden würde, hatte zu diesem Zeitpunkt wohl keiner der anwesenden Zuschauer mehr bezweifelt. So markierte Florian Eichelkraut mit einem schönen Solo durch die Verteidigerreihen den zehnten Treffer und vollendete die Vorarbeit von Josef Potac und Lars Müller.
Die Wölfe waren in Minute 54 zum dritten Mal erfolgreich, so konnten auch ihre Anhänger noch einmal jubeln. Dem bisherigen Spielverlauf an diesem Abend folgend, konnte für den letzten Treffer nur ein Spieler in Frage kommen! Die Art und Weise des Treffers lässt sich dabei ohne Zweifel als Traumtor bezeichnen. Markus Witting hatte gerade die einzige Leipziger Strafe abgesessen, als ihn der Pass von Josef Potac beim Verlassen der Strafbank fand. Was folgte war ein klassisches Penalty-Solo des Verteidigers, gefolgt vom Torjubel der mitgereisten Fans und seiner Teamkameraden, als klar war, dass „Witti" die Scheibe im Tor versenkt hatte.
Mit dem 11:3 haben sich die Blue Lions eine sehr gute Ausgansposition für das Halbfinal-Rückspiel in einer Woche vor eigenem Publikum erarbeitet. Die Harzer Wölfe treten am 23.2. ab 20 Uhr in der Alten Messe Eisarena an.
Hier sind BILDER von der Partie aus dem Kühlschrank Wurmbergstadion .
Felix Kurtze

