Fin(H)al(l)e - Oho! 15:0 gegen Wölfe
Es ist perfekt! Mit einem deutlichen und zu keinem Zeitpunkt gefährdeten 15:0 haben die Blue Lions am Dienstagabend die Wölfe aus Braunlage zurück in den Harz geschickt und damit den Finaleinzug im Regionalliga-Pokal perfekt gemacht. Die Partien gegen den Lokalrivalen aus Halle finden am 7. und 14. März statt. Eine offensive Leistung der Gäste war schon deshalb nicht zu erwarten, weil den Wölfen nur ein dezimiertes Rudel zur Verfügung stand.
Waren es vor einer Woche im Wurmbergstadion 30 Sekunden bis das Löwenrudel zum ersten Mal die Pranken in das Tor der Braunlager geschlagen hatten, so vergingen am heutigen Abend nur zehn Sekunden mehr. Patrick Schmid war von der rechten Torseite erfolgreich. 67 Sekunden später stand es bereits 2:0. Der trockene Schuß von Lars Müller über die Fanghand des Gästekeepers war der Abschluss seines Angriffs über die linke Seite des Angriffsdrittels. An der Vorbereitung dieses Treffers war Daniel Bartell noch entscheidend beteiligt, ehe er selbst erstmals in diesem Spiel einnetzen konnte. Lars Müller bedankte sich postwendend mit einer Vorlage zu diesem Treffer. Durchsetzungsvermögen und Übersicht bewies Denis Szygula im Gedränge vor dem Tor der Wölfe. Mit seinem Tor markierte die #68 das 4:0. Ein kurzzeitiger Wechsel der Sportarten war für das 5:0 von Lars Müller von Nöten. Bannach hatte einen Schlagschuß hoch abprallen lassen und der Stürmer mit der 91 auf dem Rücken traf die Scheibe in der Luft per Baseballschlag. 5:0 - erste Pause.
Acht Minuten waren gespielt, da vergab Daniel Bartell aus aussichtsreicher Position am rechten Pfosten. Lars Müller brachte die Scheibe kurzerhand mit Goalie im Braunlager Tor unter. Ein weiteres Tor über die rechte Seite sollte Florian Eichelkraut beim 7:0 gelingen, als er in Überzahl am Pfosten von Markus Witting und Patrick Schmid bedient wurde. Zwei Minuten später war es Zeit für Patrick Schmid sich ein weiteres Mal in den Spielberichtsbogen einzutragen. Er war dem Puck bis vor das Tor nachgegangen, dort hatte eine Finte den Goalie auf die linke Seite gelockt und die #87 hatte freies Schussfeld zum 8:0. Dass auch der defensive Mannschaftsteil Durchschlagskraft besitzt konnte kurze Zeit später Verteidiger Michal Rohacik zeigen. Ein Schuss aus Höhe des Bullykreises klemmte am Ende halbhoch zwischen Pfosten und Netz, Spielstand damit 9:0. Josef Potac konnte oder wollte diesen Erfolg des Kollegen wohl nicht unkommentiert lassen und unterstrich die torreiche Verteidigerleistung an diesem Abend mit einem unhaltbaren Schuss aus der Mitte des Angriffsdrittels.
Damit waren in den ersten beiden Dritteln je fünf Tore gefallen - Zeit für die zweite Unterbrechung.
Nach zwei Assists und einem Tor in den voran gegangenen Abschnitten eröffnete „Freddi" Bartell den Schlussabschnitt mit einem Schlagschuss in Überzahl, der den Weg in die Maschen hinter den inzwischen eingewechselten Grundwald fand. Die defensive Souveränität von Josef Potac war auch an diesem Abend gewohnt beeindruckend. Dass der Verteidiger aber auch offensiv sicher und vor allem geschickt im Umgang mit dem Spielgerät ist, passt irgendwie zum Verlauf des Spiels. So „tanzte" sich der Siebener in der 48. Minute durch die Abwehrreihen der Wölfe und konnte das 12:0 markieren. Zeit für die Sturmreihen, ein weiteres Ausrufezeichen zu setzen. Es traf im doppelten Sinne Sebastian Lehmann, der die Scheibe nach einem Angriff von der linken Seite oben links über die Schulter des Goalies hob. Schließlich galt es für Markus Witting, dem Anspruch aus dem Hinspiel in Braunlage gerecht zu werden. Da hatte der Verteidiger vier Treffer erzielt und war damit zum Topscorer avanciert. Er konnte also nicht umhin, vor heimischem Publikum die ihm zugesprochenen offensiven Qualitäten unter Beweis zu stellen. Dass so etwas mit einem „Bauertrick" mehr als beeindruckend ist, muss wohl nicht näher erklärt werden. Der schon erwähnte Rhythmus aus den ersten beiden Dritteln gab noch mindestens einen weiteren Treffer für die Hausherren vor. Den besorgte, wiederrum passend zur ebenfalls angesprochenen offensivstarken Verteidigerleistung, der Kapitän persönlich. Jens Müller umkurvte das Tor samt Puck an der Kelle und lupfte den Hartgummi dann mit der Rückhand hoch in die Maschen. Endstand 15:0
Damit ist das Pokalfinale gegen die Saale Bulls perfekt! Die Partien finden am 7. März in Leipzig und am 14. März in Halle statt.
Felix Kurtze

